Diabetes, Fettleibigkeit
Auswirkungen ketogener und mediterraner Diäten auf das Darmmikrobiomprofil und klinische Ergebnisse bei medikamentennaiven Patienten mit Diabesity: Eine 12-monatige Pilotstudie

In einer 12-monatigen Studie wurden die Auswirkungen einer sehr kalorienarmen ketogenen Diät und einer mediterranen Diät auf die Darmmikrobiota und klinische Ergebnisse bei medikamentennaiven Patienten mit Diabesity (Typ-2-Diabetes und Adipositas) verglichen.
Elf Patienten wurden entweder einer sehr kalorienarmen ketogenen Diät (KETO-Gruppe) oder einer mediterranen Diät (MEDI-Gruppe) zugeteilt. Nach zwei Monaten wechselte die KETO-Gruppe zur mediterranen Diät, und beide Gruppen befolgten ab dem vierten Monat dieselbe Diät.
Hauptergebnisse
Klinische Ergebnisse:
- Nach 6 Monaten zeigte die KETO-Gruppe im Vergleich zur MEDI-Gruppe größere Verbesserungen bei den Stoffwechselmarkern:
- Der BMI sank um 5.8 kg/m²
- Der Taillenumfang verringerte sich um 6.25 Zoll (15.9 cm).
- Der HbA1c-Wert sank von 6.7 % auf 5.5 %.
- Die Triglyceride sanken von 158 auf 95 mg/dl.
- Nach 12 Monaten hatten beide Gruppen wieder etwas an Gewicht zugenommen, wobei der Gewichtszuwachs in der KETO-Gruppe, die auf die mediterrane Ernährung umgestiegen war, deutlicher ausfiel.
- Die Lebensqualität verbesserte sich in der KETO-Gruppe stärker, insbesondere während der sehr kalorienarmen ketogenen Diät.
Veränderungen der Darmmikrobiota:
- Nach 6 Monaten zeigte die KETO-Gruppe eine stärkere Verschiebung hin zu nützlichen Bakterien, einschließlich Akkermansia muciniphila und Christensenellaceae, während gleichzeitig die Anzahl der mit Stoffwechselstörungen in Verbindung stehenden Taxa reduziert wird.
- Nach 12 Monaten hatten sich die meisten Veränderungen der Darmmikrobiota verringert, lagen aber weiterhin über dem Ausgangswert.
In dieser Studie führte eine sehr kalorienarme ketogene Diät zu größeren kurzfristigen Verbesserungen des Stoffwechsels und der Darmflora, die jedoch nach dem Übergang zu einer mediterranen Ernährung wieder abnahmen. Sie könnte als erste Maßnahme bei Diabetes und Adipositas wirksam sein, langfristige Strategien erfordern jedoch weitere Forschung.