Diabetes
Längere Remission, gefolgt von niedrigem Insulinbedarf bei einem Patienten mit Typ-1-Diabetes auf einer sehr kohlenhydratarmen Diät

Während die Insulintherapie die Lebenserwartung von Menschen mit Typ-1-Diabetes (T1D) dramatisch verbessert hat, bleibt die Blutzuckerkontrolle eine Herausforderung. Aus diesem Grund besteht ein wachsendes Interesse an kohlenhydratarmen Diäten zur Verbesserung des Blutzuckerspiegels und zur Senkung des Insulinbedarfs.
Ein Fallbericht beschreibt detailliert die Erfahrungen eines 37-jährigen Mannes, bei dem Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde und der kurz nach der Diagnose eine kohlenhydratarme Diät begann. Obwohl sich sein Blutzuckerspiegel und HbA1c nach Beginn der Insulintherapie rasch verbesserten, machte er sich Sorgen über die glykämische Variabilität und Hypoglykämie. Nach eigenen Recherchen begann er eine kohlenhydratarme Diät mit 85–100 Gramm Kohlenhydraten pro Tag, die er schrittweise auf etwa 15 Gramm pro Tag reduzierte.
Results:
- HbA1c verbesserte sich von 11.6 % bei der Diagnose auf 6.2 % innerhalb von 11 Monaten nach Beginn der Low-Carb-Diät.
- Insulinbedarf wurden minimiert. Der Patient erreichte eine vorübergehende insulinfreie Remission für über ein Jahr. Seine aktuelle Dosis beträgt etwa 2 Einheiten schnell wirkendes Insulin täglich, 6.5 Jahre nach der Diagnose.
- Blutzucker Die Werte wurden mit minimaler Variabilität gut kontrolliert und es wurden keine hypoglykämischen Episoden gemeldet.
- Beta-Hydroxybutyrat Die Konzentrationen, die auf Ketose hinweisen, blieben auf sicheren und stabilen Niveaus zwischen 0.3 und 1.2 mmol/l.
Dieser Fallbericht legt nahe, dass Diäten mit sehr geringem Kohlenhydratanteil die „Flitterwochenphase“ von Typ-1-Diabetes verlängern und nach Ende der vorübergehenden Remission zu einer stabilen Blutzuckerkontrolle mit geringem Insulinbedarf führen können. Die Forscher geben jedoch an, dass weitere Studien erforderlich sind, um die langfristige Sicherheit und die Ergebnisse zu verstehen.