Bewegung und sportliche Leistung
Eine Untersuchung der Auswirkungen einer 12-wöchigen Intervention mit reduziertem Schlaf- und Trainingspensum auf die Fettverbrennung und die sportliche Leistungsfähigkeit bei Freizeitsportlerinnen mit Ausdauertraining.

Sleep Low Train Low (SLTL) ist eine Ernährungs- und Trainingsstrategie zur Steigerung des Fettstoffwechsels durch Training mit reduzierter Kohlenhydratverfügbarkeit. Sie beinhaltet ein hochintensives, glykogenzehrendes Training am Abend, gefolgt von einer kohlenhydratarmen oder gar keiner Mahlzeit („Schlafen mit wenig Kohlenhydraten“) und anschließendem Training im Fastenzustand am nächsten Morgen. Dieser Ansatz soll die Glykogenspeicher schonen und gleichzeitig die Fettverbrennung bei längerer Belastung erhöhen.
Studiendesign:
Diese 12-wöchige Studie untersuchte die Auswirkungen von SLTL (Small-Linear Thalassämie) auf die Fettverbrennung, die β-Hydroxybutyrat-(BHB)-Produktion und die sportliche Leistungsfähigkeit von 21 ausdauertrainierten Frauen. Die Phase des Menstruationszyklus wurde erfasst und berücksichtigt. Die Teilnehmerinnen wurden in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe folgte einem SLTL-Protokoll (FAST-Gruppe, n=12), die andere nahm vor jeder Trainingseinheit Kohlenhydrate zu sich (FED-Gruppe, n=9). Zu den Leistungstests gehörten die Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO₂max), ein 20-minütiger Test der funktionellen Schwellenleistung und ein 90-minütiger Ausdauer-Radfahrtest.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Erhöhte Fettoxidation: In der FAST-Gruppe zeigte sich ein signifikanter Anstieg der maximalen Fettoxidation (PFO) (p < 0.05), während in der FED-Gruppe ein nicht signifikanter Rückgang zu verzeichnen war.
- Höhere Ketonkörperproduktion: Die BHB-Produktion stieg bei 90 Watt in der FAST-Gruppe signifikant an (p < 0.05), sank jedoch in der FED-Gruppe.
- Verbesserte Ausdauerleistung: In beiden Gruppen wurden signifikante Zuwächse bei der VO₂ max und der 90-Minuten-Ausdauerleistung verzeichnet (p < 0.05), wobei die FAST-Gruppe zusätzlich einen signifikanten Anstieg der funktionellen Schwellenleistung zeigte (p < 0.05).
- Veränderungen des Blutlaktats: In beiden Gruppen kam es zu Anpassungen des Laktatspiegels, wobei es bei unterschiedlichen Intensitäten zu signifikanten Reduktionen kam.
Fazit:
Ein 12-wöchiges SLTL-Protokoll steigerte die Fettverbrennung und Ketonkörperproduktion bei ausdauertrainierten Frauen signifikant, ohne die sportliche Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Diese Ergebnisse bestätigen SLTL als vielversprechende Strategie für Ausdauersportler, die ihre metabolische Flexibilität und Energieeffizienz verbessern möchten. Weitere Forschung ist erforderlich, um langfristige Anpassungen und individuelle Unterschiede in der Reaktion auf SLTL-Training zu untersuchen.