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Sicherheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit der ketogenen Diät bei pädiatrischen Patienten mit Hirntumoren: Eine systematische Überprüfung

Forscher führten eine systematische Überprüfung durch, um die Sicherheit, Durchführbarkeit und potenzielle Wirksamkeit einer ketogenen Diät bei pädiatrischen Patienten mit Hirntumoren zu bewerten. Die Überprüfung umfasste acht Studien mit insgesamt elf Kindern und deckte die klassische ketogene Diät, die modifizierte Atkins-Diät sowie kohlenhydratarme Varianten ab. Die meisten Patienten unterzogen sich während des Krankheitsverlaufs oder -rückfalls einer ketogenen Diät, und viele benötigten eine enterale Ernährung. Die Interventionsdauer überschritt in allen Fällen außer einem Fall drei Monate.
Aufgrund der erheblichen Heterogenität des Studiendesigns, der Ergebnisse und der Interventionen war eine Metaanalyse nicht durchführbar. Stattdessen fassten die Autoren die Daten narrativ zusammen und konzentrierten sich dabei auf Tumorreaktion, Sicherheit, Ernährungszustand und Patientenadhärenz.
Schlüsselergebnis:
Sicherheit:
- Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen gemeldet, die auf KD zurückzuführen sind.
- Bei 3 Patienten traten Hypoglykämie und Hyperketose auf; alle waren beherrschbar.
- Leichte Nebenwirkungen (Erbrechen, Verstopfung, Dyslipidämie) ließen sich durch Ernährungsumstellungen beheben.
Durchführbarkeit:
- Die ketogene Diät wurde im Allgemeinen sowohl bei oraler als auch bei enteraler Ernährung gut vertragen.
- Die Einhaltung war hoch, insbesondere bei einer ketogenen Diät auf Basis fester Nahrung und zusätzlichem MCT-Öl.
- Der Therapieabbruch erfolgte aufgrund des Fortschreitens der Krankheit oder einer persönlichen Entscheidung, nicht aufgrund von Nebenwirkungen.
Wirksamkeit:
- Bei 6 von 11 Patienten zeigten sich positive Tumorreaktionen in der Bildgebung (MRT oder PET).
- 5 Patienten berichteten von einer Verbesserung der neurologischen Funktion und 3 kehrten in die Schule zurück.
- Das mediane Gesamtüberleben (berichtet bei 6 Patienten) betrug 17.6 Monate.
Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass eine ketogene Diät eine potenziell sichere und praktikable Zusatztherapie für Kinder mit Hirntumoren darstellt und einige Hinweise auf einen Nutzen hinsichtlich der Tumorreaktion und der Lebensqualität liefert. Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist jedoch aufgrund kleiner Stichproben, fehlender Kontrollgruppen und der Abhängigkeit von Selbstauskünften gering. Um die klinische Bedeutung von Ketogener Diät bei dieser Patientengruppe zu bestimmen, sind größere, gut kontrollierte Studien erforderlich.