Fettleibigkeit
Assoziationen von Fettleibigkeit bei Kindern und dem metabolischen Syndrom mit der Kognition und dem Gehirn in der Jugend: Aktuelle Erkenntnisse und zukünftige Richtungen

Eine Studie von Sadler JR und Kollegen in Pediatric Obesity untersucht, wie sich Fettleibigkeit und metabolisches Syndrom ähnlich wie bei Erwachsenen auf das Gehirn von Kindern und Jugendlichen auswirken. Diese Erkrankungen hängen mit Veränderungen der Gehirnstruktur und -funktion zusammen, insbesondere in Bereichen, in denen es um Belohnung und Selbstkontrolle geht, insbesondere im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln.
Kinder mit Fettleibigkeit oder Anzeichen eines metabolischen Syndroms zeigen eine erhöhte Aktivität in Hirnregionen, die mit Nahrungsbelohnungen in Verbindung stehen, aber eine verminderte Reaktion in Regionen, die für die Selbstkontrolle bei ernährungsbezogenen Aufgaben verantwortlich sind. Sie reagieren auch anders auf den Geschmack von Lebensmitteln und zeigen veränderte Verbindungen zwischen Gehirnzentren, die Belohnungen steuern, und denen, die an der Selbstregulierung beteiligt sind, selbst wenn sie sich nicht auf eine Aufgabe konzentrieren.
Diese Gehirnveränderungen können auf Entzündungen, Probleme mit Blutgefäßen, Auswirkungen auf die Ernährung und darauf zurückzuführen sein, wie Fettleibigkeit die Gehirnentwicklung und Dopamin beeinflusst, das an Belohnung und Vergnügen beteiligt ist. Die aktuelle Forschung basiert größtenteils auf kleinen, einmaligen Studien.
Für die Zukunft sind detailliertere und gut konzipierte Studien erforderlich, um unser Verständnis zu vertiefen. Forschung zu Interventionen wird auch wichtig sein, um herauszufinden, ob und wie diese Gehirn- und Verhaltensveränderungen aufgrund von Fettleibigkeit und metabolischem Syndrom bei jungen Menschen rückgängig gemacht oder verbessert werden können.