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Fettleibigkeit

Obesogene: eine einheitliche Theorie für den weltweiten Anstieg der Fettleibigkeit

Die Fettleibigkeitsepidemie nimmt trotz verschiedener Behandlungs- und Präventionsbemühungen weiter zu. Die Komplexität der Ursachen der Fettleibigkeit wird durch aktuelle wissenschaftliche Diskussionen und Berichte unterstrichen, die darauf hinweisen, dass es keinen Konsens über die Grundursachen gibt.

Forscher haben kürzlich eine Arbeit veröffentlicht, in der sie vier Modelle der Fettleibigkeit diskutieren. Die ersten beiden sind weithin anerkannt, während die letzten beiden weniger bekannt sind:

  1. Das Energiebilanzmodell (EBM) geht davon aus, dass Fettleibigkeit auf ein chronisches Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch zurückzuführen ist. Es betont die Rolle des Gehirns bei der Regulierung des Körpergewichts und hebt die Auswirkungen hochverarbeiteter Lebensmittel und gastrointestinaler Hormone auf die Nahrungsaufnahme hervor.
  2. Das Kohlenhydrat-Insulin-Modell (CIM) geht davon aus, dass eine hohe Aufnahme raffinierter Kohlenhydrate zu erhöhten Insulinspiegeln führt, die Fettspeicherung fördert und den Energieverbrauch senkt. Dieses Modell konzentriert sich eher auf die Qualität der Kalorien als auf deren Quantität.
  3. Das Reduktions-Oxidations-Modell (REDOX) betont die Rolle von oxidativem Stress bei Fettleibigkeit. Übermäßige reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die durch Nährstoffüberladung entstehen, können zur Fettspeicherung und Stoffwechselstörungen führen.
  4. Das Obesogen-Modell (OBS) geht davon aus, dass die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien (Obesogene) während kritischer Entwicklungsphasen die hormonelle Signalübertragung und den Stoffwechsel stören und so zu einer erhöhten Anfälligkeit für Fettleibigkeit führen kann.

Die Autoren schlagen vor, die OBS- und REDOX-Modelle mit den EBM- und CIM-Modellen zu kombinieren, um einen umfassenderen Ansatz zu erreichen. Sie glauben, dass diese Integration notwendig ist, da Obesogene und oxidativer Stress irreführende Signale über den Energiestatus erzeugen, die den Stoffwechsel beeinflussen und zu Fettleibigkeit führen.

Das Verständnis des Zusammenspiels dieser Faktoren kann möglicherweise zu wirksameren Präventions- und Behandlungsstrategien führen. Wichtig ist, dass die Verringerung der Exposition gegenüber Obesogenen, insbesondere während kritischer Entwicklungsphasen, und die Umstellung auf gesündere Ernährungsgewohnheiten dazu beitragen können, das Risiko von Fettleibigkeit zu verringern.

Quelle:

International Journal of Obesity img Quelle: International Journal of Obesity

Obesogene: eine einheitliche Theorie für den weltweiten Anstieg der Fettleibigkeit - International Journal of Obesity

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  • Titel-Icon Studientitel:
    Obesogene: eine einheitliche Theorie für den weltweiten Anstieg der Fettleibigkeit
  • Quellsymbol Quelle: https://doi.org/10.1038/s41366-024-01460-3
  • Kalender-Symbol Veröffentlichungsdatum:
    11. Januar 2024
  • Autoren-Symbol Studienautoren:
    Heindel JH, Lustig RH, Howard S, Corkey BE.
Stichworte:
OBS REDOX CIM EBM Obesogen-Modell Kohlenhydrat-Insulin Reduktion-Oxidation Energieausgleich Obesogene Fettleibigkeit
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