Diabetes
Mitochondrialer Metabolismus und Dynamik bei der Glukosemessung in Betazellen der Bauchspeicheldrüse

Gesunde Mitochondrien spielen eine wichtige Rolle bei der Insulinsekretion, insbesondere in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Glukose stimuliert den mitochondrialen oxidativen Stoffwechsel in diesen Zellen, der für die normale Insulinausschüttung unerlässlich ist. Darüber hinaus verstärken Inkretine wie GLP1 die Wirkung von Glukose auf die Mitochondrienfunktion und unterstützen so die Insulinsekretion weiter. Wenn Mitochondrien jedoch aufgrund eines verringerten Mitofusinspiegels fragmentiert werden, wie dies bei Erkrankungen wie Diabetes der Fall ist, werden sie funktionsunfähig. Dies führt zu einer unzureichenden Aufrechterhaltung des mitochondrialen DNA-Gehalts und der Funktion der Atmungskette. Dadurch wird die Insulinsekretion beeinträchtigt.
Ungesunde Mitochondrien mit veränderter Struktur und Funktion wirken sich negativ auf die Insulinsekretion aus. Die gestörte Integrität der Mitochondrien beeinträchtigt die normale Kalziumdynamik, die Konnektivität der Betazellen und die Insulinsekretion, die auf der ordnungsgemäßen Funktion der Mitochondrien beruhen. Diese Funktionsstörung kann bei Diabetes schädlich sein, wo die Aufrechterhaltung einer optimalen Glukoseregulierung von entscheidender Bedeutung ist. Sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes wurden Veränderungen in den Genen für den mitochondrialen Stoffwechsel beobachtet. Strategien, die die mitochondriale Gesundheit fördern, könnten therapeutisches Potenzial haben.
Die mitochondriale Funktion ist auch wichtig für die Regulierung der Sekretion anderer Hormone in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, wie etwa Glucagon und Somatostatin, was ein aufstrebendes Forschungsgebiet darstellt.