Metabolisches Syndrom, Endokrinologie, Allgemeine Gesundheit
Eine MCT-modifizierte ketogene Diät als Ergänzung zum Standardbehandlungsschema könnte klinische Symptome bei Frauen mit Endometriose lindern

Endometriose verursacht häufig chronische Beckenschmerzen, Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr) und Dyschezie (Schmerzen beim Stuhlgang). Aktuelle Behandlungsmethoden, darunter auch Hormontherapien, sind langfristig nur begrenzt wirksam. Forscher untersuchen daher Ernährungsstrategien, die Entzündungen reduzieren und Symptome lindern können.
Forscher führten eine randomisierte kontrollierte Studie durch, um die Auswirkungen einer mit mittelkettigen Triglyceriden (MCT) modifizierten ketogenen Diät als Ergänzung zur Standardbehandlung bei Frauen mit Endometriose zu untersuchen.
50 Frauen im Alter von 25–35 Jahren mit laparoskopisch bestätigter Endometriose wurden nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt: einer 12-wöchigen MCT-modifizierten ketogenen Diät in Kombination mit oralen Kontrazeptiva (OCPs) oder einer Kontrollgruppe, die nur OCPs erhielt. Die ketogene Diät war fettreich (70–80 %), proteinarm (15–20 %) und sehr kohlenhydratarm (5–10 %). Zur Unterstützung der Ketonproduktion wurde MCT-Öl hinzugefügt. Die Einhaltung der Diät wurde durch Lebensmittelrückrufe und Ketontests im Urin überwacht.
44 Teilnehmer schlossen die Studie ab (19 in der Interventionsgruppe und 25 in der Kontrollgruppe). Die klinischen Symptome wurden zu Beginn und nach 12 Wochen mithilfe einer visuellen Analogskala bewertet.
Schlüsselergebnisse:
- Dyspareunie deutlich zurückgegangen in der MCT-KD-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe (p 0.02 =)
- Dyschezie auch deutlich gesunken in der MCT-KD-Gruppe (p 0.001 =)
- Beckenschmerzen zeigten eine marginale Verringerung in der MCT-KD-Gruppe (p 0.07 =)
Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine MCT-modifizierte ketogene Diät eine nützliche Ergänzung zur Hormontherapie bei der Verringerung spezifischer Schmerzsymptome im Zusammenhang mit Endometriose sein kann.