Allgemeiner Gesundheitszustand, Metabolisches Syndrom
Ketoseunterdrückung und Alterung (KetoSAge): Der Effekt der Ketoseunterdrückung auf GKI und Leberbiomarker bei gesunden Frauen

In einer nicht randomisierten Cross-over-Studie wurden die Auswirkungen einer kurzfristigen Ketoseunterdrückung auf Leberbiomarker und Stoffwechselparameter bei zehn gesunden, schlanken, prämenopausalen Frauen untersucht, die durchschnittlich 3.9 Jahre lang eine ketogene Diät befolgt hatten.
Die Teilnehmer durchliefen drei Studienphasen:
- Phase 1 (P1): Ernährungsketose im Ausgangszustand (NK)
- Phase 2 (P2): Unterdrückung der Ketose durch eine kohlenhydratreiche Ernährung (~267 g/Tag) über 21 Tage
- Phase 3 (P3): 21 Tage lang in die Ernährungsketose zurückkehren
Nach jeder Phase wurden Nüchternblutproben und tägliche Glukose-Keton-Index-Messungen (GKI) durchgeführt. Die Ergebnisse konzentrierten sich auf die Insulinresistenz (HOMA-IR, Insulin und GKI) und Leberbiomarker (ALT, AST, GGT, ALP und ALT/AST-Quotient).
Schlüsselergebnisse
Während der Ketoseunterdrückung (P2 vs. P1):
- Erhöhte Insulinresistenz
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- Der HOMA-IR-Wert stieg um das 2.13-Fache.
- Der Nüchterninsulinspiegel stieg um das 1.83-Fache
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- GKI stieg stark an
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- Der GKI-Wert am Labortag stieg um das 22.3-Fache.
- Der 21-Tage-Durchschnitt des GKI stieg um das 20-fache
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- Leberbiomarker erhöht
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- Der ALT-Wert stieg um das 1.85-Fache
- Der GGT-Wert stieg um das 1.29-Fache
- Das ALT/AST-Verhältnis stieg um das 1.30-Fache
- AST und ALP stiegen ebenfalls an, wobei jedoch nicht alle Veränderungen statistische Signifikanz erreichten.
- Lebermarker korrelierten positiv mit Insulin, HOMA-IR und GKI.
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Nach Rückkehr zur Ketose (P3 vs. P2):
- Alle erhöhten Markerwerte (ALT, GGT, ALT/AST, HOMA-IR, GKI) kehrten zum Ausgangswert zurück.
- ALP zeigte einen Abwärtstrend, blieb aber leicht über dem Ausgangswert.
Fazit
Die kurzfristige Unterdrückung der Ketose durch erhöhte Kohlenhydratzufuhr führte bei schlanken, gesunden Frauen zu messbaren Anstiegen der Insulinresistenz und der Leberenzymwerte. Diese Veränderungen bildeten sich mit der Wiederaufnahme einer ketogenen Diät zurück. ALT, GGT und das ALT/AST-Verhältnis scheinen selbst bei schlanken Personen sensitive Marker für frühen metabolischen Stress zu sein. Die Aufrechterhaltung der Ketose fördert günstigere Leber- und Stoffwechselprofile.