Krebs
Therapeutischer Nutzen der Kombination einer kalorienreduzierten ketogenen Diät und Glutamin-Targeting bei experimentellem Glioblastom im Spätstadium

Das Glioblastom (GBM) ist ein hochaggressiver Hirntumor mit begrenzten effektiven Behandlungsmöglichkeiten. Obwohl die Rolle von Glukose und Glutamin bei der Förderung des GBM-Wachstums bekannt ist, zielen nur wenige Therapien auf diese Brennstoffe als Behandlungsstrategie ab.
In dieser Studie wurde der therapeutische Nutzen der Kombination einer kalorienreduzierten ketogenen Diät (KD-R) mit dem Glutaminantagonisten 6-Diazo-5-oxo-L-norleucin (DON) in zwei Mausmodellen mit GBM im Spätstadium untersucht.
Die Begründung der Studie lautete wie folgt:
- Der KD-R verringert die Glukoseverfügbarkeit und erhöht den Spiegel von Ketonkörpern, die von GBM-Zellen nicht genutzt werden können.
- DON hemmt die Glutaminolyse und entzieht dem Tumor dadurch eine weitere wichtige Energiequelle.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Tumorkontrolle: Die Kombination von KD-R und DON reduzierte wirksam das Tumorwachstum (60–70 % bei 0.5 mg/kg DON; nahezu vollständige Auflösung bei DON 1 mg/kg) und linderte die Krankheitssymptome.
- Verbessertes Überleben: Die Kombination von KD-R und DON verbesserte das Gesamtüberleben in beiden GBM-Mausmodellen signifikant (Überleben der Mäuse bis zum 40. Tag und darüber hinaus im Vergleich zu unbehandelten Mäusen, die zwischen dem 15. und 18. Tag starben).
- Reduzierte Komplikationen: Die Behandlung führte zu einer Verringerung tumorbedingter Ödeme, Blutungen und Entzündungen.
- Verbesserte Arzneimittelabgabe: Die KD-R-Diät verbesserte die Abgabe von DON an das Gehirn, sodass mit einer niedrigeren Dosierung therapeutische Wirkungen erzielt werden konnten.
Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die gezielte Beeinflussung des Glukose- und Glutaminstoffwechsels durch die Kombination einer kalorienreduzierten ketogenen Diät und DON ein wirksamer Ansatz zur Behandlung von GBM sein könnte.