Allgemeine Gesundheit, Metabolisches Syndrom, Fettleibigkeit
Eine dreiwöchige ketogene Diät erhöht die Insulinempfindlichkeit der Skelettmuskulatur bei Personen mit Adipositas – eine randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie

Ketogene Diäten sind dafür bekannt, dass sie den Gewichtsverlust fördern, die Blutzuckerkontrolle verbessern und andere Vorteile für die Stoffwechselgesundheit bieten. Obwohl der Mechanismus hinter diesen positiven Effekten nicht vollständig verstanden ist, können Veränderungen der Insulinempfindlichkeit (IS) eine Rolle spielen.
Forscher wollten kürzlich untersuchen, wie sich eine ketogene Diät auf die IS in Skelettmuskel, Leber und Fettgewebe bei Personen mit Fettleibigkeit und Insulinresistenz auswirkt.
In einem kürzlich durchgeführten Versuch ernährten sich 12 Teilnehmer drei Wochen lang ketogen und drei Wochen lang normal, in zufälliger Reihenfolge, mit einer einwöchigen Auswaschphase dazwischen. Die Diäten waren isokalorisch und darauf ausgelegt, den geschätzten Energiebedarf jedes Teilnehmers zu decken. Sie unterschieden sich lediglich in der Zusammensetzung der Makronährstoffe.
Ergebnisse nach der ketogenen Diätphase im Vergleich zur Standarddiät:
- Biomarker: Die Triglyceride sanken, während sich andere Biomarker nicht signifikant veränderten.
- Insulinsensitivität
- Skelettmuskulatur: Vergrößert.
- Leber: Keine signifikante Veränderung, obwohl die basale Glukoseproduktion reduziert war.
- Fettgewebe: Vermindert (reduzierte insulinvermittelte Unterdrückung der Lipolyse).
Die Autoren stellten fest, dass die ketogene Diät die IS der Skelettmuskulatur wahrscheinlich aufgrund niedrigerer Insulinspiegel verbesserte, die IS der Leber jedoch nicht erhöhte. Sie reduzierte auch die IS des Fettgewebes, was potenzielle Bedenken hinsichtlich des Fettstoffwechsels aufwirft, obwohl niedrige Insulinspiegel dies durch die Förderung der Fettoxidation abmildern können.
Die Erkenntnisse aus dieser kleinen Studie lassen darauf schließen, dass die ketogene Diät unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Gewebe haben kann, was auf potenzielle Vorteile für den Stoffwechsel schließen lässt und die Notwendigkeit längerfristiger Studien unterstreicht, um die Auswirkungen der Diät auf das IS- und Typ-2-Diabetes-Risiko vollständig zu verstehen.