Neurologie
2:1 ketogene Diät und Diät mit niedrigem glykämischen Index zur Behandlung von chronischer und episodischer Migräne: eine monozentrische retrospektive Studie aus dem wirklichen Leben

Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt und weltweit die zweithäufigste Ursache für Behinderungen ist. Angesichts seiner Auswirkungen besteht ein dringender Bedarf an wirksamen vorbeugenden Behandlungen. Ernährungsinterventionen, insbesondere die ketogene Diät, haben als vorbeugende Maßnahme gegen Migräne an Bedeutung gewonnen. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen der Diät mit niedrigem glykämischen Index und der ketogenen 2:1-Diät auf Patienten mit häufiger Migräne zu vergleichen.
Methods:
An 60 Migränepatienten wurde eine monozentrische retrospektive Studie durchgeführt. 39 dieser Patienten folgten einer Diät mit niedrigem glykämischen Index, während 21 eine ketogene Diät im Verhältnis 2:1 einhielten. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden Daten zur Migräneintensität und -häufigkeit sowie MIDAS- und HIT-6-Scores gesammelt. Zusätzlich wurden anthropometrische Daten wie BMI, Fettmasse, freie Fettmasse und Gewicht erfasst. Es wurden Vergleiche zwischen Ausgangsdaten und Daten nach der Diät durchgeführt.
Results:
In beiden Gruppen wurden Verbesserungen hinsichtlich Migräneintensität, -häufigkeit, MIDAS- und HIT-6-Scores, Fettmasse, Gewicht und BMI festgestellt.
Conclusions:
Sowohl die Diät mit niedrigem glykämischen Index als auch die ketogene 2:1-Diät waren wirksam bei der Linderung der Migränesymptome und der damit verbundenen Behinderung.