Psychische Störungen
Pilotstudie einer ketogenen Diät bei bipolarer Störung

Eine bipolare Störung ist eine schwerwiegende psychiatrische Erkrankung, die durch Stimmungsschwankungen zwischen Manie und Depression gekennzeichnet ist und eine Langzeitbehandlung erfordert. Trotz bestehender Therapien kommt es bei vielen Patienten zu anhaltenden Beschwerden.
Es wird angenommen, dass die ketogene Diät, die für ihre neuroprotektiven und stimmungsstabilisierenden Wirkungen bekannt ist, die Stimmungssymptome und die Stoffwechselgesundheit in dieser Bevölkerungsgruppe verbessert. Kürzlich führte ein schottisches Forschungsteam eine klinische Studie durch, um den potenziellen Nutzen für Personen mit bipolarer Störung zu bewerten.
In dieser Pilotstudie wurden 27 Erwachsene, bei denen eine bipolare Störung Typ I oder II diagnostiziert wurde, gebeten, 6 bis 8 Wochen lang eine modifizierte ketogene Diät einzuhalten. Die Teilnehmer überprüften täglich zu Hause ihre Blutketon- und Blutzuckerwerte und hatten während des Versuchs wöchentlich Fernkontakt mit einem registrierten Ernährungsberater.
Wichtigste Erkenntnisse der 20 Teilnehmer, die die Studie abgeschlossen haben:
· Blutketone: 91 % der Messwerte lagen im Bereich der ernährungsbedingten Ketose und lagen im Durchschnitt bei 1.3 mmol/L.
· Blutzucker: 91 % der Messwerte lagen im Normbereich; der Rest deutete auf eine leichte Hypoglykämie hin.
· Gewichtsverlust: 52 % der Teilnehmer verloren mehr als 5 % ihres Körpergewichts.
· Machbarkeit und Sicherheit: Die ketogene Diät wurde von den meisten Teilnehmern gut vertragen; Die häufigsten Nebenwirkungen waren Müdigkeit, Verstopfung und Hunger.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine ketogene Diät eine praktikable und vorteilhafte Zusatzbehandlung zur Verbesserung der Stimmungsstabilität und der Stoffwechselgesundheit bei Menschen mit bipolarer Störung sein könnte. Diese Pilotstudie legt den Grundstein für die zukünftige Erforschung der ketogenen Stoffwechseltherapie bei bipolaren Störungen.