Adipositas, Metabolisches Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Vergleichende Auswirkungen von zeitlich begrenzter Nahrungsaufnahme und ketogener Diät auf das kardiovaskuläre Risiko bei übergewichtigen Personen: Eine Längsschnittanalyse metabolischer, anthropometrischer und Lebensstilfaktoren

Diese 12-wöchige, interventionelle, nicht-randomisierte klinische Studie untersuchte die vergleichende Wirksamkeit zweier gängiger Ernährungsstrategien – der modifizierten ketogenen Diät (KD) und des zeitlich begrenzten Essens (TRE) – auf die metabolische Gesundheit und das kardiovaskuläre Risiko bei übergewichtigen Personen. Insgesamt 49 Erwachsene, die eine Ernährungsberatung suchten, wurden entweder der KD-Gruppe (n = 23) oder der TRE-Gruppe (n = 26) zugeteilt und unter professioneller Aufsicht betreut. Der primäre Endpunkt war die Veränderung des kardiovaskulären Risikos, gemessen anhand des QRISK3-Scores, einem validierten 10-Jahres-Risikoschätzer für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Teilnehmer beider Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen hinsichtlich Gewicht, Taillenumfang und QRISK3-Werten. Die KD-Gruppe erzielte jedoch deutlichere Verbesserungen bei mehreren kardiometabolischen Markern. Beide Interventionen wurden gut vertragen, und es wurden keine Nebenwirkungen berichtet.
Wichtigste Ergebnisse / Erkenntnisse:
QRISK3-Wert:
- KD-Gruppe: Medianreduktion von 38.98 %
- TRE-Gruppe: Mediane Reduktion von 2.16 %
Body-Mass-Index (BMI):
- KD: –12.71 %
- TRE: –4.06 %
Taillenumfang:
- KD: –11.43 %
- TRE: –1.73 %
HDL-C (gutes Cholesterin):
- KD: +12.73 %
- TRE: –2.07 %
Systolischer Blutdruck:
- KD: –8.97 %
- TRE: –1.42 %
HbA1c:
- KD: –8.33 %
- TRE: –1.58 %
Sowohl die ketogene Diät als auch zeitlich begrenztes Essen verbesserten Marker der Stoffwechselgesundheit und des kardiovaskulären Risikos bei übergewichtigen Personen. Die ketogene Diät führte jedoch zu größeren kurzfristigen Verbesserungen bei den meisten Variablen. Diese Ergebnisse deuten auf einen potenziellen klinischen Vorteil der ketogenen Diät hin, insbesondere bei Personen mit erhöhtem kardiometabolischem Risiko. Die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit müssen jedoch noch in größeren, randomisierten Studien bestätigt werden.