Psychische Störungen
Eine Pilotstudie untersucht eine ketogene Diät als ergänzende Therapie bei Studenten mit schwerer depressiver Störung.

Diese Pilotstudie untersuchte den Einsatz einer sorgfältig zusammengestellten ketogenen Diät (WFKD) als ergänzende Therapie bei Studierenden mit einer schweren depressiven Störung (MDD). Sechzehn von 24 Studierenden (10 Frauen, 6 Männer) absolvierten die 10- bis 12-wöchige Intervention parallel zur Standardbehandlung, einschließlich Beratung und/oder medikamentöser Therapie. Das Ernährungsprogramm umfasste eine individuelle Ernährungsberatung, die Bereitstellung ketogener Lebensmittel und die tägliche Messung des Blutketonspiegels.
Die Teilnehmer befolgten eine kohlenhydratarme Diät, die auf die Aufrechterhaltung der Ernährungsketose (β-Hydroxybutyrat-Spiegel ≥ 0.5 mM) abzielte. Die Studie untersuchte Depressionssymptome, allgemeines Wohlbefinden, Körperzusammensetzung, Blutbiomarker und kognitive Leistungsfähigkeit vor, während und nach der Intervention.
Schlüsselergebnisse
Depressionssymptome:
- Die Werte des Patientenfragebogens zur Gesundheit (PHQ-9) sanken um 69 %.
- Die Werte der Hamilton-Depressionsskala (HRSD) sanken um 71 %.
- Keiner der Teilnehmer wies am Ende der Studie eine mittelschwere oder schwere Depression auf.
Wohlbefinden:
- Die WHO-5-Wohlbefindenswerte haben sich nahezu verdreifacht.
- Keiner der Teilnehmer berichtete von einer Verschlechterung des Wohlbefindens.
Körperzusammensetzung:
- Der durchschnittliche Gewichtsverlust betrug 6.2 % (ungefähr 11 Pfund/5 kg).
- Die Fettmasse sank um 13 % (ca. 7.3 lbs/3.3 kg).
- Die fettfreie Körpermasse verringerte sich geringfügig um 2.4 Pfund/1.1 kg.
Blutbiomarker:
- Der Leptinspiegel sank um 52 %.
- Der aus dem Gehirn stammende neurotrophe Faktor (BDNF) stieg um 32 %.
- Keine signifikanten Veränderungen der Insulinresistenz oder der meisten Entzündungsmarker.
Kognitive Leistungsfähigkeit:
- Verbesserungen wurden festgestellt bei:
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- Auditives verbales Lernen (episodisches Gedächtnis)
- Mündlicher Symbol-Ziffern-Test (Verarbeitungsgeschwindigkeit)
- Mustervergleichstest (Verarbeitungsgeschwindigkeit)
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- Andere kognitive Messungen zeigten keine signifikante Veränderung.
Einhaltung und Sicherheit
- An 73 % der gemeldeten Tage wurde die Ernährungsketose aufrechterhalten.
- Leichte Nebenwirkungen (z. B. Kopfschmerzen, Krämpfe) wurden durch die Gabe von Elektrolyten behoben.
- Sieben von acht Teilnehmern schieden aus Gründen aus, die nichts mit Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Diät zu tun hatten.
Diese Studie zeigt, dass ein WFKD (Work-Functional Food and Drugs) praktikabel in Standardbehandlungen von Depressionen bei Studierenden integriert werden kann und zu einer Verbesserung der Stimmung und des allgemeinen Gesundheitszustands beitragen kann. Um diese Ergebnisse zu bestätigen und Langzeitwirkungen zu ermitteln, sind größere, kontrollierte Studien erforderlich.