Krebs
Zielgerichtete Fettsäureoxidation verbessert die Wirkung einer HER2-gezielten Therapie

In einem kürzlich erschienenen Artikel in Nature Communications untersuchen die Autoren die Komplexität der metabolischen Umprogrammierung in ErbB2+-Brustkrebsmodellen in vitro und in vivo. Während der Warburg-Effekt einen erhöhten Glukoseverbrauch in Tumoren zeigt, zeigen neuere Forschungsergebnisse, dass HER2+-Brustkrebszellen den Fettstoffwechsel umprogrammieren können, um ihr Wachstum zu fördern und Behandlungen zu widerstehen.
Carnitin-Palmitoyl-Transferase 1a (Cpt1a) ist ein Schlüsselenzym, das an der mitochondrialen Aufnahme und Oxidation langkettiger Fettsäuren beteiligt ist und eine entscheidende Rolle im Fettsäurestoffwechsel spielt. In ErbB2+-Brustkrebsmodellen reduzierte die Entfernung von Cpt1a das Tumorwachstum und die Metastasierung. Diese Zellen wurden jedoch auch abhängiger von Glukose, was ihnen beim Überleben und Wachstum half.
In dieser Studie beeinflusste die Kombination der Cpt1a-Hemmung mit einer ketogenen Diät (reich an langkettigen Fettsäuren) oder der Behandlung mit monoklonalen Anti-HER2-Antikörpern das Tumorwachstum signifikant, verstärkte die Apoptose und verringerte die Lungenmetastasenbildung. Diese Erkenntnisse bieten einen neuen potenziellen therapeutischen Ansatz zur Bekämpfung der Resistenz bei HER2+-Brustkrebs.