Cardiovascular Disease
β-Hydroxybutyrat lindert atherosklerotische Verkalkung durch Hemmung der durch Stress des endoplasmatischen Retikulums vermittelten Apoptose über den AMPK/Nrf2-Signalweg

Atherosklerotische Verkalkung (AC) trägt zur Arterienverkalkung und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko bei. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass der Ketonkörper β-Hydroxybutyrat (BHB) eine schützende Wirkung auf das kardiovaskuläre Risiko hat, seine Rolle bei der AC ist jedoch noch unklar.
Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen einer BHB-Supplementierung auf AC bei Mäusen zu klären und die möglichen zugrunde liegenden Mechanismen zu identifizieren.
Studiendesign
Die Forscher gaben ApoE−/−-Mäusen, die eine westliche Diät einhielten, 24 Wochen lang BHB und führten In-vitro-Experimente mit glatten Gefäßmuskelzellen durch, um die Wirkung von BHB auf zellulärer Ebene zu untersuchen.
Hauptergebnisse
- Reduzierte Arterienverkalkung: Mit BHB behandelte Mäuse wiesen weniger verkalkte Bereiche, einen niedrigeren Kalziumgehalt und eine verringerte alkalische Phosphataseaktivität in der Aorta auf.
- Gehemmter Stress des endoplasmatischen Retikulums (ERS): BHB regulierte GRP78 und CHOP, zwei Schlüsselmarker von ERS, herunter und reduzierte so wirksam die ERS-vermittelte Apoptose in arteriellen Geweben.
- Direkter Schutz der glatten Gefäßmuskelzellen: In kultivierten Zellen verringerte BHB die Aktivität der alkalischen Phosphatase und Kalziumablagerungen und verhinderte so eine übermäßige Verkalkung.
Fazit
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass BHB ein vielversprechendes Therapeutikum zur Vorbeugung und Behandlung atherosklerotischer Verkalkung sein könnte. Durch die gezielte Bekämpfung von ER-Stress und Apoptose könnte BHB zur Erhaltung der Gefäßgesundheit beitragen und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Weitere Forschung ist erforderlich, um das klinische Potenzial zu bewerten.